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Ernährung im Alter

Im Alter verändert sich unser Nährstoffbedarf, und gleichzeitig steigt das Risiko für verschiedene Erkrankungen. Das bringt eine Reihe neuer Anforderungen und Maßnahmen mit sich.

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Ernährung im Büro

Wer den ganzen Tag sitzt, hat einen geringeren Energiebedarf. Gleichzeitig sollten die essenziellen Nährstoffe nicht auf der Strecke bleiben. Hier findest du praktische Ideen, die dich gut versorgen, und dabei nicht zusätzlich belasten. Für einen klaren Kopf, den ganzen Tag.

Blog

Ernährung bei Stoffwechselproblemen

Hier werden besondere Bedürfnisse bei Fett- Zucker und Energiestoffwechselstörungen, sowie bei entzündlichen Darmerkrankungen aufgeführt.

Portfolio

Ernährung beim Sport

Hier erhältst du einen kompakten Überblick über Ernährungsempfehlungen für Ausdauertraining, Cardio und Muskelaufbau – ergänzt durch eine klare Einordnung zum Thema Nahrungsergänzungsmittel.

Grundlagen der Ernährungslehre

stoffwechsel

Stoffwechsel

Energiebedarf & Energiebilanz


Verdauung & Stoffwechsel


Ernährungsphysiologie


Ernährungspsychologie


Lebensphasen & individuelle Bedürfnisse

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Ernährung


Makronährstoffe

Mikronährstoffe


Flüssigkeitshaushalt

Wasser

Lebensmittel

Nährstoffgehalt

Lebensmittelzubereitung

Lebensmittelkennzeichnung

Ökologische Aspekte

Der Stoffwechsel

Wie funktioniert mein Motor und welcher Treibstoff ist der am besten geeignet für meine Bedürfnisse?

Ich fasse hier kurz verständlich die wichtigsten Punkte für dich zusammen.

Auch wenn wir mit sicherheit alle die gleichen Rechte haben (sollten), so sind unsere Bedürfnisse oft unterschiedlich. Denn jeder Mensch ist einzigartig.

stoffwechsel

Individuelle Unterschiede mit Einfluss auf den Stoffwechsel

Merkmalen die unseren Stoffwechsel beeinflussen:

Körperzusammensetzung (Fettmasse, Muskelmasse, Wasseranteil)

Stoffwechselparameter (Glukosetoleranz, Insulinsensitivität, Lipidprofil)

Mikrobiom-Zusammensetzung

Hormonstatus

Lebensstilfaktore

Mädchen sitzt

„Konstitutionstypen“ sind nicht evidenzbasiert

Viele bekannte Modelle – z. B.

  • ayurvedische Doshas (Vata, Pitta, Kapha),
  • TCM-Typen,
  • Kretschmers Typen (pyknisch, leptosom, athletisch),
  • Stoffwechsel- oder Ernährungstypen aus der Fitnessszene

haben keine solide wissenschaftliche Grundlage. Sie sind historisch, kulturell oder philosophisch entstanden, aber nicht durch moderne Forschung validiert.

Man kann Menschen nicht in feste Konstitutionstypen einordnen, aber man kann:

Stoffwechselprofile analysieren

Ernährungsbedürfnisse individuell bestimmen

Gesundheitsrisiken anhand objektiver Parameter einschätzen

Lebensstil- und Ernährungsempfehlungen personalisieren

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1. Energiebedarf & Energiebilanz

Was ist der Energiebedarf?

Der Körper braucht Energie, um alle lebenswichtigen Funktionen aufrechtzuerhalten und körperliche Aktivitäten zu bewältigen. Dieser Bedarf setzt sich aus zwei Komponenten zusammen:

  • Grundumsatz Das ist die Energiemenge, die dein Körper in völliger Ruhe benötigt, um zu funktionieren — Atmung, Herzschlag, Zellaufbau, Temperaturregulation. Er hängt u. a. ab von:
    • Körpergröße und -gewicht
    • Muskelmasse
    • Alter
    • Geschlecht
    • Genetik
  • Leistungsumsatz Das ist die Energie, die du zusätzlich für Bewegung brauchst — vom Spazierengehen bis zum Sport. Je aktiver ein Mensch ist, desto höher fällt dieser Anteil aus.

Grundumsatz + Leistungsumsatz = Gesamtenergiebedarf

Was bedeutet Energiebilanz?

Die Energiebilanz beschreibt das Verhältnis zwischen Energieaufnahme (Essen/Trinken) und Energieverbrauch (Grundumsatz + Aktivität).

Es gibt drei Zustände:

EnergiebilanzBedeutungEffekt auf das Gewicht
positivmehr Energie aufgenommen als verbrauchtGewicht steigt
negativweniger Energie aufgenommen als verbrauchtGewicht sinkt
ausgeglichenAufnahme = VerbrauchGewicht bleibt stabil

Das ist ein naturwissenschaftliches Prinzip — unabhängig von Trends, Diäten oder Mythen.

Warum ist die Qualität der Energiequellen wichtig?

Nicht nur die Menge, sondern auch die Qualität der Energie entscheidet über Gesundheit, Wohlbefinden und langfristige Stoffwechselprozesse.

  • Hochwertige Energiequellen (z. B. Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse, hochwertige Fette, Proteine) → stabilisieren den Blutzucker → fördern Sättigung → unterstützen Hormone, Immunsystem und Darmgesundheit → liefern Vitamine, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe
  • Niedrigwertige Energiequellen (z. B. stark verarbeitete Lebensmittel, Zucker, Weißmehlprodukte) → führen zu schnellen Blutzuckerschwankungen → machen schneller wieder hungrig → können Entzündungsprozesse fördern → liefern wenig Nährstoffe pro Kalorie

Kurz gesagt: Kalorien bestimmen das Gewicht – Nährstoffe bestimmen die Gesundheit.

Verdauung & Stoffwechsel – verständlich und wissenschaftlich erklärt

1. Aufbau und Funktion des Verdauungstrakts

Der Verdauungstrakt ist ein hochkomplexes System, das Nahrung in kleinste Bestandteile zerlegt, damit der Körper sie aufnehmen und nutzen kann. Er besteht aus mehreren Abschnitten, die jeweils spezialisierte Aufgaben haben:

Mund

  • Mechanische Zerkleinerung durch Kauen
  • Erste enzymatische Spaltung durch Amylase (ein Enzym, das Stärke in kleinere Zuckerbausteine zerlegt)

Magen

  • Durchmischung der Nahrung
  • Abtötung von Keimen durch Magensäure
  • Beginn der Eiweißverdauung durch Pepsin (ein eiweißspaltendes Enzym)

Dünndarm

  • Hauptort der Verdauung und Nährstoffaufnahme
  • Enzyme aus Bauchspeicheldrüse und Dünndarm zerlegen Kohlenhydrate, Fette und Proteine vollständig
  • Aufnahme der Nährstoffe ins Blut (Resorption)

Dickdarm

  • Rückresorption von Wasser und Elektrolyten
  • Fermentation unverdaulicher Ballaststoffe durch das Darmmikrobiom
  • Bildung kurzkettiger Fettsäuren (z. B. Butyrat), die entzündungshemmend wirken und die Darmbarriere stärken

Enddarm

  • Speicherung und Ausscheidung der unverdaulichen Reste
2. Resorption, Enzyme, Darmmikrobiom

Resorption

Resorption bedeutet Aufnahme von Nährstoffen aus dem Darm ins Blut oder Lymphsystem. Beispiele:

  • Glukose → direkt ins Blut
  • Aminosäuren → direkt ins Blut
  • Fettsäuren → über die Lymphe in den Blutkreislauf

Der Dünndarm ist dafür optimiert: winzige Ausstülpungen (Zotten, Mikrovilli) vergrößern die Oberfläche enorm.

Enzyme

Enzyme sind biologische Katalysatoren – sie beschleunigen chemische Reaktionen im Körper. In der Verdauung spalten sie große Moleküle in kleine Bausteine:

NährstoffEnzymWirkung
KohlenhydrateAmylase, Maltase, LaktaseZerlegung in Zucker
ProteinePepsin, TrypsinZerlegung in Aminosäuren
FetteLipasenZerlegung in Fettsäuren

Ohne Enzyme wäre Verdauung praktisch unmöglich.

Darmmikrobiom

Das Darmmikrobiom ist die Gesamtheit aller Mikroorganismen im Darm – vor allem Bakterien. Es beeinflusst:

  • Verdauung von Ballaststoffen
  • Immunsystem
  • Entzündungsregulation
  • Hormonproduktion (z. B. Serotonin-Vorstufen)
  • Körpergewicht und Stoffwechsel

Ein vielfältiges Mikrobiom gilt als besonders gesundheitsförderlich.

3. Einfluss von Stress, Schlaf und Bewegung auf die Verdauung

Stress

Stress aktiviert den Sympathikus („Kampf-oder-Flucht-Modus“). Folgen:

  • Verdauung wird heruntergefahren
  • Durchblutung des Darms sinkt
  • Enzymproduktion nimmt ab
  • Darmbewegung wird unregelmäßig (Verstopfung oder Durchfall)
  • Mikrobiom kann aus dem Gleichgewicht geraten

Chronischer Stress ist einer der stärksten Einflussfaktoren auf Verdauungsprobleme.

Schlaf

Schlafmangel beeinflusst Verdauung und Stoffwechsel über mehrere Mechanismen:

  • Erhöhte Stresshormone (Cortisol) → hemmen Verdauung
  • Gestörte Darmbewegung
  • Veränderungen im Mikrobiom
  • Erhöhte Entzündungsneigung
  • Mehr Heißhunger durch hormonelle Dysbalance (Ghrelin/Leptin)

Guter Schlaf ist ein unterschätzter „Verdauungs-Booster“.

Bewegung

Regelmäßige Bewegung wirkt gleich mehrfach positiv:

  • Aktiviert den Parasympathikus („Ruhe- und Verdauungsmodus“)
  • Fördert die Darmbewegung (Peristaltik)
  • Unterstützt das Mikrobiom
  • Reduziert Stresshormone
  • Verbessert Blutzuckerregulation

Schon 20–30 Minuten Spazierengehen täglich können die Verdauung spürbar verbessern.

Ernährungslehre

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Lebensmittel

Joghurt mit Früchten

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„Mit über zehn Jahren Erfahrung in der Food‑ und Health‑Branche – darunter Ernährungsberatung, Produktentwicklung- und Beratung für Nahrungsergänzungsmittel, sowie Regulatory Affairs im gesamten Lebensmittelbereich – berate ich Sie praxisnah und wissenschaftlich fundiert.“

M. Sc. oec. troph. Janine Brillert

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