Trend: Plant-Forward – Mehr Pflanzen, weniger Dogma
Plant-Forward bedeutet: Pflanzen stehen im Mittelpunkt, tierische Produkte ergänzen. Nicht vegan, nicht vegetarisch – sondern flexibel, wissenschaftlich fundiert und alltagstauglich. Genau dieser Ansatz wird heute von Ernährungsgesellschaften weltweit empfohlen, weil er Gesundheit, Genuss und Nachhaltigkeit verbindet.
Was Plant-Forward wirklich meint
Der Kern ist simpel: Mehr pflanzliche Lebensmittel – ohne Verzicht auf alles Tierische. Damit entspricht Plant-Forward exakt den Empfehlungen, die wir seit Jahren kennen:
- „5 am Tag“: Mindestens fünf Portionen Obst und Gemüse täglich
- Hülsenfrüchte: Als Protein‑, Mineralstoff‑ und Ballaststoffquelle
- Vollkorn bevorzugen: Für mehr Mikronährstoffe, Sättigung und Darmgesundheit
- Nüsse & Samen: Für gesunde Fette und sekundäre Pflanzenstoffe
- Pflanzenöle wie Raps oder Olivenöl: Für entzündungshemmende Fettsäuren
- Tierische Produkte, vor allem Milchprodukte, Eier und Fisch – können weiterhin Teil der Ernährung sein. Sie ergänzen, statt zu dominieren.

Eine pflanzenbetonte Ernährung ist reich an Ballaststoffen, Antioxidantien, sekundären Pflanzenstoffen und ungesättigten Fettsäuren. Diese Kombination wirkt:
- entzündungshemmend
- positiv auf das Darmmikrobiom
- cholesterinsenkend
- blutzuckerregulierend
- protektiv gegenüber chronischen Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes Typ 2 und bestimmten Krebsarten
Im Gegensatz dazu zeigt die Forschung klar: Eine sehr fleischlastige Ernährung, besonders mit viel rotem und verarbeitetem Fleisch, fördert Entzündungsprozesse und erhöht das Risiko für chronische Erkrankungen.
Fisch ist die Ausnahme: Durch seine Omega‑3-Fettsäuren wirkt er selbst entzündungshemmend und passt hervorragend in eine antiinflamatorische Ernährung. Gleichzeitig sind unser Meere stark überfischt, viele Arten sind vor dem Aussterben bedroht. Daher wird Fisch in Maßen in das Plant-Forward-Konzept integriert.
Und vegan?
Eine gut geplante vegane Ernährung ist ebenfalls gesund und wissenschaftlich anerkannt. Hier gilt jedoch: Die Lebensmittelauswahl muss bewusster erfolgen, damit nichts zu kurz kommt.
Wichtig ist:
- Vitamin B12 supplementieren (unverzichtbar)
- Auf Calcium, Eisen, Zink, Omega‑3, Jod achten
- Bei Bedarf auf vegane Nahrungsergänzungsmittel zurückgreifen, die mehrere kritische Nährstoffe kombinieren
Mit guter Planung ist auch eine vegane Ernährung vollwertig und sehr gesund.

